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1. Oktober bis 31. Oktober 2023

Sonderausstellung

Agathabrot bis Zachariassegen

Heilsames aus der Heiligenapotheke

Die Heiligen waren über viele Jahrhunderte die erste Adresse, wenn es um Hilfe in allerlei Nöten ging. Dieses Denken mag uns heute etwas fremd anmuten, doch ist es eng mit dem Gottesbild jener Zeiten verbunden. Heilige waren den Menschen oftmals näher als der unvorstellbare, transzendente Gott. Gerade im Krankheitsfall nahmen daher viele Zuflucht zum einen oder anderen Heiligen. Die „Heiligenapotheke“ galt als ebenso wirksam wie vom Arzt verschriebene Arzneien.

Dabei gab es klare Zuständigkeiten von einzelnen Heiligen für bestimmte Leiden und Beschwerden.

Meist hing ein Patronat mit der Art des Martyriums, einer Begebenheit oder einem Attribut aus dem Leben einer/s Heiligen zusammen. So wurden der Hl. Agatha vor ihrem Martertod die Brüste abgeschnitten. So wurde sie zur Fürsprecherin bei Brustkrankheiten. Das an ihrem Gedenktag gesegnete „Agathabrot“ soll in solchen Fällen helfen.

Die Sonderausstellung zeigt zahlreiche „heilige Pharmaka“, die zum Teil wie heutige Medikamente geschluckt, eingerieben oder aufgelegt wurden. Dabei trifft Vergangenes immer wieder auf Aktuelles. Das Internet verhalf auch der Heiligenapotheke zu einem Aufschwung.