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19. Oktober bis 26. November 2017

Sonderausstellung

Überleben – Weiterleben

Die Weerberger Heimkehrer

Inzwischen kann kaum noch jemand etwas mit dem Begriff „Heimkehrer“ anfangen, umso interessanter also, einen intensiven Blick darauf zu werfen. Heimkehr aus dem Krieg, aus der Gefangenschaft, aus dem Lazarett, aus dem Grauen, die Heimkehr nach einer verlorenen Jugend. 214 Weerberger waren in der Zeit zwischen 1939 und 1945 im Kriegseinsatz. Jung, voller Hoffnung und Glauben an die Zukunft, 52 von ihnen kamen nicht mehr zurück. Jene, die den Krieg überlebten und heimkehrten, waren andere Menschen geworden – immer noch jung, ihre jugendliche Unbeschwertheit hatten sie jedoch verloren.

Hans Schiffmann vulgo „Krötz“, mit 103 Jahren der damals älteste Weerberger und auch Hans Egger, der im selben Jahr seinen 90er feierte, waren 2017 die letzten noch lebenden Heimkehrer in Weerberg. Andrea Aschauer, Obfrau und Kuratorin des Museums Rablhaus, hat mit beiden Zeitzeugen intensive Gespräche geführt und bekam zahlreiche Fotos und Dokumente zur Verfügung gestellt.

Die Erzählungen von Schiffmann und Egger über die Kriegszeit, ihre Heimkehr und die schwierige Zeit danach sowie die Weihe des neuen Heimkehrerkreuzes sind Anlass für eine Ausstellung im Museum Rablhaus in Weerberg.

Unter dem Titel Überleben –  Weiterleben. Heimkehrer aus dem 2. Weltkrieg sind diese Erinnerungen der Heimkehrer der Gemeinde beredtes Beispiel für die Überlebenden. Daran anknüpfend beleuchtet die Ausstellung tief die Rückkehr aus dem Krieg überhaupt, die verlorenen Jahre, körperliche und seelische Verletzungen, Hoffnungen und Enttäuschungen, oft auch eine Rückkehr erst nach vielen Jahren Gefangenschaft. Eine Geschichte über das Weiterleben nach dem Überleben.

Publikation zur Ausstellung